Doebele Galerie + Kunstauktionen
Roswitha und Markus Döbele
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Ausstellung »Poesie des Materials« – Bilder von Giovanni Bruno und Skulpturen von Angelika Summa

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Roswitha und Markus Doebele
Galerie und Kunstauktionen
Auguststraße 72
D-10117 Berlin

Tel. 030 / 2809 5442
Fax 030 / 2809 5607

www.fine-art-doebele.de

Dauer: 16.01. – 06.03.2009
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag 14 – 19 Uhr,
Samstag 11 – 17 Uhr

Seit den 1960-er Jahren brachten neue künstlerische Tendenzen, wie Nouveau Realisme oder Arte Povera, unkonventionelle und einfache Materialien zur Anwendung. Damit eröffneten sich neue Wege und Möglichkeiten für Generationen von Künstlern.

Giovanni Bruno und Angelika Summa bemühen sich, jeder auf seine Weise, Ausdrucks- und Verwandlungsmöglichkeiten des einfachen und unkonventionellen Materials zu erkunden. Werke der beiden Künstler sind seit 16.01.2009 in der Berliner Galerie von Roswitha und Markus Doebele zu sehen.

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Von Giovanni Bruno werden vorwiegend Collagen aus gebrauchtem Sandpapier gezeigt, die in eine serielle horizontal-vertikale oder kreisförmig-zentrierende Struktur eingebunden sind. Der optische Eindruck verwandelt das profane Material. Die im monochromen Bereich sich zurückhaltende Farbigkeit lenkt die Aufmerksamkeit auf feinste Farbnuancen. Gleichzeitig entwickeln die von Zufall bestimmten Gebrauchsspuren des Sandpapiers zahlreiche sensible zeichnerische Details. Alle künstlerischen Mittel zielen auf eine Sensibilisierung der optischen und geistigen Wahrnehmung. Dem entsprechend hat Giovanni Brunos seinen Werken Sentenzen von bekannten Lyrikern als Bildtitel beigegeben.

Daneben werden zwei großformatige Arbeiten gezeigt aus der Reihe »sacre scritture« (heilige Schriften). Der sakrale Text tritt zart als geordnete Gesamtheit zahlreicher handschriftlicher Schriftzeilen in Erscheinung und verbindet sich mit den monochromen Flecken verdünnter Temperafarbe, die zu einer gewebeartigen Struktur zart verwoben sind.

Die Skulpturen Angelika Summas aus Eisen, Messing, Kupfer oder Edelstahl geben sich organischer. Die Drahtteile, Röhren oder Drahtgespinste sind zu einem Gebilde gewoben, das die Aufmerksamkeit von den Einzelteile fast gänzlich zugunsten des Gesamtgebildes zurückdrängt. Selbst die manchmal angedeutete Geometrie der Gebilde, wie Kegel oder Kugel, erscheint verwandelt in Fontäne oder Kokon. Die Härte des Materials kontrastiert mit der sensiblen Feinheit der Gebilde und lässt sie weich erscheinen. Die Gespinste scheinen aufzubrechen, zu vibrieren, zu strahlen oder in sich zusammen zu fallen.

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Den Werken beider Künstler ist die angedeutete Metamorphose – angedeutet deshalb, weil keines der Werke die Banalität des Materials und des Entstehungsprozesses leugnet. Den letzten Schritt der Metamorphose zum poetischen Werk bleibt dem Betrachter vorbehalten.

Die Ausstellung ist noch bis 6. März 2009 zu sehen.

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http://www.fine-art-doebele.de/de/galerie-ausstellung4.php (Stand: 05.09.2010. 22:25)

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